1910-1972 Vorgängerverbände

Zum 1. Januar 1973 schlossen sich die bis dahin existierenden evangelischen Pfadfinderverbände CP, EMP und BCP zum Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) zusammen.

Geschichte der CP

Die Anfänge evangelischer Pfadfinderarbeit in Deutschland sind in einer Studienreise einiger Theologen und Sekretäre des CVJM nach England und Schottland im Mai/Juni 1910 zu finden. Seit 1910 arbeiten Pfadfindergruppen als Untergliederungen in den verschiedenen evangelischen Jünglingsvereinen und Jungmännerbünden, insbesondere in Württemberg und Sachsen.

Im Juni 1921 wird die "Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands" (CP) gegründet. Im Januar 1933 wird die CP ein eigenständiger Verband. Alle Mitglieder bis zum 18. Lebensjahr müssen während der Nazi-Zeit aus dem Verband entlassen werden. 1937 erfolgt die Auflösung der CP durch die Gestapo.

Der Wiederbeginn der Arbeit der CP liegt in den Jahren 1946/47. 1949 wird der "Ring deutscher Pfadfinderbünde (RdP)" aus den Verbänden "Bund Deutscher Pfadfinder (BDP)", "Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands (CP)" und der "Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG)" gegründet. Die Aufnahme des "Ringes" als deutscher Nationalverband in den Weltverband erfolgt 1950. Ab Juni 1969 ist die CP ein Bund von Mädchen und Jungen.

Geschichte der EMP

1926 lernen Mitarbeiterinnen des Burckhardthauses (Evangelischer Reichsverband weiblicher Jugend e. V., Berlin-Dahlem) in Dänemark evangelische Pfadfinderinnen-Arbeit kennen. Noch im gleichen Jahr beginnen sie in Deutschland mit der Gründung evangelischer Pfadfinderinnengruppen.

Ab 1933 wird die Arbeit sehr erschwert, im Laufe der Zeit kommt sie völlig zum Erliegen. 1948 wird die Pfadfinderinnenarbeit wieder aufgenommen, 1949 entsteht der "Ring Deutscher Pfadfinderinnenbünde (RDP)" aus dem "Bund Deutscher Pfadfinderinnen (BDP/w)", der "Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG)", dem "Evangelischen Mädchen-Pfadfinderbund (EMP)" und dem "Bund Christlicher Pfadfinderinnen (BCP)". 1950 wird der "Ring" in den Weltverband aufgenommen. Ab 1955 befindet sich die Bundeszentrale des EMP in Gelnhausen.

Geschichte des BCP

Der BCP war der Bund christlicher Pfadfinderinnen und trug den Namen, seit dem Jahre 1933, in dem auch das erste Lager stattgefunden hat. Der BCP hatte die Intention, im weltweiten Pfadfindertum, als Gefolgschaft Jesu Christi, eine jugendgemäße Lebensgemeinschaft innerhalb der evangelischen Kirche zu verwirklichen. Der BCP war darauf bedacht, das junge Mädchen nach Leib, Seele und Geist zu erfassen und sie zur Ganzheit christlichen Lebens zu führen. Der BCP stand im Jugendwerk der Ev.-Luth. Kirche in Bayern und arbeitete nach vertraglicher Vereinbarung somit auch nur in Bayern.